Grundsatzpapier
Version 2.0 (Entwurf) · Stand 19. Oktober 2026 · Änderungsprotokoll
„Komm rein. Denk mit.“ ist ein Projekt für Menschen, die Probleme lösen wollen, statt sich berieseln zu lassen. Dieses Papier ist ein Entwurf und gehört nicht Daniel allein: Zu jedem Abschnitt kannst du Änderungen vorschlagen. Es sagt auch offen, wohin die Reise gehen kann, bis hin zu einer Partei als mögliche spätere Stufe.
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Präambel
Unsere Zeit und unsere Aufmerksamkeit sind das Wertvollste, was wir haben. Sie werden heute in großem Stil gebunden und verkauft. Wir wollen, dass Menschen wieder selbst entscheiden, wofür sie ihre Zeit einsetzen, dass sie Probleme lösen statt sich berieseln zu lassen und dass sie etwas aufbauen, das auch der nächsten Generation ein festes Fundament gibt.
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Leitwerte
| Leitwert | Was er bedeutet |
|---|---|
| Selbstbestimmung | Jeder Mensch entscheidet bewusst, wofür er Zeit, Geld und Aufmerksamkeit einsetzt. |
| Problemlösung vor Konsum | Wir messen Angebote daran, ob sie ein echtes Problem lösen. |
| Belegbarkeit | Wir behaupten nur, was wir belegen können, und kennzeichnen Thesen als Thesen. |
| Transparenz | Wir legen offen, wer an uns verdient und woran wir verdienen. |
| Nachhaltigkeit | Wir handeln so, dass unsere Kinder darauf aufbauen können. |
| Strategisches Denken | Wir fördern die Fähigkeit, Lagen zu beurteilen und gute Entscheidungen zu treffen. |
| Demokratische Grundordnung | Wir stehen auf dem Boden des Grundgesetzes und grenzen uns klar von Extremismus ab. |
Die Leitwerte und die neun Regeln unten können nur mit besonders breiter Zustimmung geändert werden.
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Ziel
Gute Ideen für gesellschaftliche Fragen gibt es genug, aber die Menschen dahinter arbeiten nebeneinander her und werden nicht gehört. Das Projekt bündelt ihr Wissen, lässt die Community darüber abstimmen und macht die Ergebnisse öffentlich sichtbar.
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So funktioniert es
Jede Frage durchläuft dieselben fünf Schritte, sichtbar auf der Seite „Offene Fragen“.
- Frage benannt: Eine gesellschaftliche Frage wird klar und neutral formuliert, zum Beispiel: Wie wird Strom bezahlbar und sicher?
- Kluge Köpfe gesucht: Die Community nennt Fachleute, die sich mit der Frage wirklich auskennen. Sie werden persönlich angefragt und erst nach Zusage öffentlich genannt.
- Vorschläge: Die Fachleute machen konkrete, umsetzbare Vorschläge mit Begründung und Quellen.
- Abstimmung: Die Community diskutiert und stimmt ab. Ein Vorschlag gilt erst als angenommen, wenn er bei Menschen mit unterschiedlichen Ansichten Zustimmung findet.
- Ergebnis: Das Ergebnis wird im Montagsvideo vorgestellt und dokumentiert, mit Namen der Beteiligten und dem Abstimmungsstand.
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Meine Rolle
Ich organisiere und moderiere, inhaltlich beziehe ich bei den offenen Fragen keine Position. Ich bringe Menschen zusammen, sorge für einen fairen Ablauf und dokumentiere die Ergebnisse. Dabei hilft mir meine Erfahrung aus 15 Jahren Logistik und Eventmanagement.
Das Projekt ist nicht:
- heute eine Partei. Ob später eine entstehen kann, regelt der Stufenplan unten
- ein Kanal für meine persönliche Meinung zu politischen Themen
- eine Werbefläche für Firmen, Produkte oder Personen
- ein Ort, an dem Menschen ausgegrenzt werden, weil sie anders denken
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Unabhängigkeit und Finanzierung
Das Projekt finanziert sich ausschließlich über freiwillige Beiträge von Menschen, die mitmachen, und bleibt werbefrei.
- Es gibt keine Werbung, kein Tracking und keine bezahlten Inhalte.
- Kein Geldgeber hat Einfluss auf Fragen, Vorschläge, Gäste oder Ergebnisse.
- Größere Unterstützungen werden mit Namen und Betrag offengelegt.
- Fachleute bleiben unabhängig: Ihre Mitarbeit verpflichtet sie zu nichts außer zu sachlichen, begründeten Vorschlägen.
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Neun Regeln für ein robustes Vorgehen
Eine hundertprozentig wasserdichte Strategie gibt es nicht. Wer öffentlich Kritik übt, wird kritisiert, egal wie sauber er arbeitet. Das Ziel ist deshalb, dass jeder Angriff an den Fakten scheitert. Dafür gilt: Alles ist belegt, transparent und konsequent, die eigenen Regeln gelten auch für uns selbst.
| Nr. | Regel |
|---|---|
| 1 | Belegen statt behaupten: Jede Zahl und jede Tatsache mit Quelle, Datum und Link. |
| 2 | Fakt, These und Meinung trennen und sprachlich kennzeichnen („Die Studie zeigt …“, „Meine These ist …“). |
| 3 | Mechanismen kritisieren, nicht Personen: Plattformdesign und Produkte bewerten, keine Absichten unterstellen. |
| 4 | Keine Absolutheiten: „oft“, „nachweislich in dieser Studie“ statt „immer“ und „alle“. |
| 5 | Geld offenlegen: Einnahmen, Partnerlinks und Unterstützer öffentlich und regelmäßig aufschlüsseln. |
| 6 | Fehler sofort korrigieren: öffentlich, sichtbar, mit Datum. Eine Korrekturliste ist ein Zeichen von Stärke. |
| 7 | Klare Abgrenzung: Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, keine Zusammenarbeit mit extremistischen Gruppen oder Verschwörungserzählungen. |
| 8 | Regeln für alle Mitstreiter: Wer mitmacht, unterschreibt einen Verhaltenskodex. Gerade Influencer mit Werbeverträgen müssen diese offenlegen. |
| 9 | Lösungen statt nur Kritik: Jede Kritik endet mit einem konkreten Gegenvorschlag. |
Wichtigster Punkt: Regel 8 entscheidet, ob ein Bündnis mit Influencern trägt. Wer Konsumkritik übt und gleichzeitig Produkte bewirbt, macht die ganze Bewegung unglaubwürdig.
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Stufenplan: erst Wirkung, dann Organisation
Eine Partei steht nicht am Anfang, sondern höchstens am Ende. Jede Stufe hat ein klares Kriterium, bevor die nächste beginnt. Die Schwellenwerte sind verbindlich festgelegt und öffentlich, damit jeder den Fortschritt überprüfen kann. Eine Partei ist eine mögliche dritte Stufe, keine beschlossene.
Stufe 1: Serie und Community (ab sofort, mindestens 6 Monate)
- Wöchentliche Serie auf „Komm rein. Denk mit.“, Einsendungen über Discord
- Grundsatzpapier öffentlich zur Diskussion stellen und Rückmeldungen einarbeiten
Kriterium für Stufe 2: 25 Folgen veröffentlicht, 300 aktive Mitglieder im Discord und 7 Menschen, die verbindlich mitarbeiten. Alle drei müssen erfüllt sein, frühestens nach 6 Monaten.
Stufe 2: Initiative als eingetragener Verein (danach, mindestens 12 Monate)
- Gemeinnütziger Verein für Medienkompetenz und strategisches Denken, etwa mit Workshops, der App und Schulbesuchen
- Für die Eintragung eines Vereins braucht es mindestens 7 Mitglieder
Kriterium für Stufe 3: 100 Vereinsmitglieder, 2 Jahre saubere Finanzen und 3 politische Forderungen, denen mindestens 70 % der Mitglieder in einer Mitgliederbefragung zustimmen.
Stufe 3: Partei (nur wenn Stufe 2 trägt)
- Gründungsversammlung, Programm, Satzung, Vorstand
- Erst dann lohnt sich der Aufwand für Rechenschaftsberichte und Wahlteilnahmen
- Für alle Gründer gilt Regel 8: Werbepartner offenlegen und den Verhaltenskodex unterschreiben
Warum diese Reihenfolge
Eine Partei ohne Basis wird schnell als Ego-Projekt abgetan. Ein Verein mit nachweisbarer Arbeit ist dagegen schwer angreifbar, und Bildungsarbeit lässt sich als Verein gut leisten. Ein gemeinnütziger Verein darf sich nur eingeschränkt politisch betätigen, sonst droht der Verlust der Gemeinnützigkeit. Das wird vorab mit einem Steuerberater geklärt.
Wo wir stehen: Stufe 1
- Folgen veröffentlicht 0 / 25
- Aktive Mitglieder im Discord 0 / 300
- Menschen, die verbindlich mitarbeiten 0 / 7
Alle drei Kriterien müssen erfüllt sein, frühestens nach 6 Monaten (also ab dem 19. April 2027). Stufe 1 läuft seit dem 19. Oktober 2026.
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Handlungsfelder (Aktionsprogramm)
Für den Anfang genügt ein gegenwartsbezogenes Aktionsprogramm, ein Programm zu allen Politikfeldern ist nicht nötig. Die Forderungen sind Vorschläge zur Diskussion, keine festgelegten Positionen. Zu jedem Handlungsfeld kannst du unten einen Vorschlag oder Kommentar abgeben.
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1. Medienkompetenz und strategisches Denken
- Ziel: Menschen erkennen Beeinflussung und treffen bewusste Entscheidungen.
- Vorschläge: Drei-Fragen-Check als einfaches Werkzeug verbreiten; Planspiele und Strategietraining in Schulen und Vereinen; die Lage-Karten-App frei für Bildungseinrichtungen.
Methode Lage-Karte: Die Karten folgen dem Schema der militärischen Lagebeurteilung, wie ich es aus der Einsatzführung kenne: Auftrag, Lage, Mittel, Möglichkeiten, Entschluss. Das klingt hart, gibt aber jeder Entscheidung eine feste Struktur. Die Herkunft benennen wir offen und erklären, warum sie im Alltag hilft.
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2. Transparenz bei digitaler Werbung
- Ziel: Werbung und Verkauf im Feed sind sofort als solche erkennbar.
- Vorschläge: prüfen, ob bestehende Regeln wie das EU-Gesetz über digitale Dienste konsequent durchgesetzt werden; klare Kennzeichnung von Shop-Links in Videos.
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3. Lokale Wirtschaft mit echtem Mehrwert
- Ziel: Lokale Unternehmen mit echten Leistungen werden sichtbarer als austauschbare Massenware.
- Vorschläge: Formate, in denen lokale Betriebe ihre Arbeit vorstellen; Praxis-Checks, die Betrieben helfen, effizienter zu werden.
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4. Ein festes Fundament für die nächste Generation
- Ziel: Etwas Nachhaltiges aufbauen statt kurzfristig zu konsumieren.
- Noch offen: Konkrete Ziele für dieses Feld fehlen noch. Erste Ideen und die Möglichkeit mitzureden findest du bei den offenen Fragen.
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5. Schutz von Kindern und Jugendlichen
- Ausgangslage: Gut jedes fünfte Kind zwischen 10 und 17 nutzt Social Media riskant (DAK/UKE, März 2026).
- Noch offen: In der Politik werden Altersgrenzen für Social Media diskutiert. Eine eigene Position gibt es noch nicht. Zuerst wird die Community befragt, und die Argumente beider Seiten werden vorgestellt. Du kannst bei den offenen Fragen mitreden.
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Was ich mir von Fachleuten wünsche
Der Einstieg ist bewusst klein: ein Gespräch oder ein einzelner Vorschlag, keine Mitgliedschaft und keine Verpflichtung.
| Möglicher Beitrag | Aufwand |
|---|---|
| Ein kurzes Kennenlerngespräch | ca. 20 Minuten |
| Ein Vorschlag zu einer offenen Frage, der im Montagsvideo vorgestellt wird | einmalig, Umfang frei |
| Ein Gespräch als Gast im Dachstudio oder per Video | ca. 60 Minuten |
| Auf Wunsch: Rückfragen der Community beantworten | frei wählbar |
Kontakt: Daniel Pugge · kommreindenkmit.de · info@danielpugge.de · YouTube: @kommreindenkmit · Hauptkanal: @pugge
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Quellen
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